Thekla Lingen (1866-1931)
Bewilligung
Du schmiegtest dich zu meinen Füssen
Und sahst mir flehend ins Gesicht -
Ich musste deine Stirne küssen,
Die Stirne - weiter dacht ich nicht.
Da schlossest du die lieben Augen
Und bebtest wie in stiller Lust -
Ich küsste die geschlossnen Augen,
Da lag dein Kopf an meiner Brust.
So nah war mir dein Mund, der feine -
Ach, küsste, küsste ich ihn dann! ...
Mit diesem Kuss ward ich die deine,
So nahmst du mich, geliebter Mann!
Web-Tipp:
Weitere Gedichte von Thekla Lingen finden Sie auf den beiden schönen Websiten "Deutsche Liebeslyrik" von Irena Stasch (Liebeslyrik deutscher Dichter und Dichterinnen vom 16. bis 20. Jahrhundert) und "Wortblume" von Wolf Busch (Lyrik deutschsprachiger Dichterinnen vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert).