Filmplakat

Lauf Junge lauf (Bildnachweis: NFP)© NFP

Lauf Junge lauf

Stab und Besetzung

Originaltitel: Lauf Junge lauf. Internationaler Titel: Run Boy Run. Festivals: 05.11.2013 (FilmFestival Cottbus), 09.03.2014 (Kirchliches Filmfestival Recklinghausen). Kinostart: 17.04.2014 (DE). Verleih: NFP marketing & distribution (DE). Länge: 107:09 Min. (FSK, 24 fps) bzw. 108 Min. (Presseheft). FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Pepe Danquart. Drehbuch: Heinrich Hadding (unter Mitarbeit von Pepe Danquart), nach dem Roman "Run Boy Run" von Uri Olev und der Lebensgeschichte von Yoram Fridman. Kamera: Daniel Gottschalk. Schnitt: Richard Marizy. Szenenbild: Matthias Müsse (Szenenbild), Adriana Luna (Art Director), Brigitte Schlögel (Set Decorator). Kostümbild: Gioia Raspé. Maskenbild: Kitty Kratschke & Juliane Hübner (Maskenbild). Musik: Stéphane Moucha. Ton: Frank Heidbrink (Tonmeister), Kai Tebbel (Tongestaltung), Jean-Guy Véran (Mischtonmeister), Kai Tebbel (Supervising Sound Editor). Spezialeffekte: Dirk Lange (SFX Supervisor). Visuelle Effekte: Manfred Büttner (VFX Supervisor, Arri Film & TV Frankfurt).

Darsteller: Andrzej Tkacz (Jurek), Kamil Tkacz (Srulik), Elisabeth Duda (Magda Janczyk), Itay Tiran (Mosche Frenkiel), Lukasz Gajdzis (Pawel), Przemyslaw Sadowski (Grzegorz Kowalski), Jeanette Hain (Mrs. Herman), Rainer Bock (SS-Officer), Grazyna Szapolowska (Mrs. Staniak), Zbigniew Zamachowski [Hersch Fridman], Miroslaw Baka (Mateusz Wrobel), Jochen Hägele (SS-Officer Gestapo Headquarter) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Adrian Topol (Young Partisan) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Srulik (Andrzej und Kamil Tkacz) ist knapp neun Jahre alt, als ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Um den deutschen Soldaten zu entkommen, flieht er in das riesige, unwegsame Waldgebiet Kampinoski und muss dort lernen, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt in der Wildnis zu überleben. Wie man auf Bäumen schläft, Kleintiere jagt und sich von Beeren ernährt. Von einem unerschütterlichen Überlebensinstinkt getrieben, übersteht er die ersten Monate seiner Flucht. Doch die eisige Kälte des Winters und die unerträgliche Einsamkeit treiben den Jungen in die Zivilisation zurück.

Wie kann er erkennen, wem er vertrauen kann und wem nicht? Nur wenige Menschen sind bereit, ihr Leben zu riskieren für einen kleinen fremden Jungen, der ein Jude sein könnte. Erst als er eines Tages an die Tür der alleinstehenden Bäuerin Magda Janczyk (Elisabeth Duda) klopft, deren Mann und Söhne sich den Partisanen angeschlossen haben, lernt Srulik die wohl wichtigste und zugleich schmerzlichste Lektion, um zu überleben: Magda bringt ihm bei, seine Religion und damit auch seine Identität zu verleugnen und sich fortan als katholischer Waisenjunge Jurek durchzuschlagen. Auf seiner dreijährigen Odyssee durch das besetzte Polen bleibt die Angst vor Entdeckung sein ständiger Begleiter. Er begegnet Menschen, die ihm helfen, aber auch solchen, die ihn verraten. Nur dadurch, dass Srulik immer stärker mit seiner falschen Identität verschmilzt und seine wahre Herkunft immer mehr verdrängt, gelingt ihm das Unmögliche: den Wahnsinn dieser Zeit zu überstehen.

Quelle: NFP marketing & distribution (Presseheft) [PDF]

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von Bittersuess Pictures (Produzenten: Susa Kusche, Uwe Spiller & Pepe Danquart) in Koproduktion mit Ciné-Sud Promotion (Produzent: Thierry Lenouvel), A Company Filmproduktion (Produzent: Alexander van Dülmen), B.A. Produktion (Produzenten: Franz Kraus & Antonio Exacoustos) und Quinte Film (Produzentin: Mirjam Quinte) in Zusammenarbeit mit Vandertastic (Produzentin: Hanneke van der Tas) und in Koproduktion mit BR, ARTE, ARD Degeto, HE, MDR, RBB und ARTE France Cinéma.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: 12 - Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama nach einer wahren Geschichte: Im Jahr 1942 entkommt ein jüdisches Kind den Nazis und muss sich in den Kriegswirren über mehrere Jahre allein durchschlagen. Der Film enthält mehrere eindringliche Momente, insbesondere in der Darstellung der menschenverachtenden Brutalität der Nazis. Diese werden jedoch nicht spekulativ ausgeschlachtet. Zugleich gibt es immer wieder hoffnungsvolle und positive Szenen, die Kindern ab 12 Jahren ausreichend Gelegenheit zur Entlastung bieten: So etwa, wenn der Junge Hilfe oder andere Gesten der Menschlichkeit erfährt. Darüber hinaus sind Kinder ab 12 Jahren grundsätzlich in der Lage, den historischen Kontext zu verstehen und die Geschehnisse entsprechen zu verarbeiten. Insgesamt stellt der Film für 12-Jährige in manchen Szenen durchaus eine emotionale Herausforderung dar, eine Überforderung steht indes nicht zu befürchten.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 25.04.14]

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