Filmplakat

The International Criminal Court (Bildnachweis: Bukera Pictures)© Bukera Pictures

The International Criminal Court

Stab und Besetzung

Originaltitel: The International Criminal Court. Festivals: 23.03.2013 (Movies That Matter Film Festival [Weltpremiere]). Kinostart: 02.05.2013 (DE). Verleih: Bukera Pictures (DE). Länge: 86:35 Min. (FSK, 25 fps) bzw. 90:11 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 16 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Marcus Vetter & Michele Gentile. Drehbuch: Marcus Vetter & Michele Gentile (Buch). Kamera: Christian Haardt, Michele Gentile & Marcus Vetter. Schnitt: Marcus Vetter & Michele Gentile. Musik: Sven Kaiser & Michele Gentile. Ton: Aljoscha Haupt (Ton, Sounddesign und Mischung).

Mitwirkende: Luis Moreno Ocampo, Fatou Bensouda, Ben[jamin] Ferencz, Joana Frivet, Nicole Samson, Manoj Sachdeva, Olivia Struyven, Islam Shalabi, Jennifer Schense, Sir Adrian Fulford, Florence Olara, Nicola Fletcher, Vincent Bakker, Sofia Velasco, Firas Yass, Francisco Ocampo, Fabio Rossi, Klaus Rackwitz und Angelina Jolie [in der Reihenfolge des Abspanns] u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Vor genau 15 Jahren wagen über 100 Staaten ein bis dahin undenkbares Experiment. In einer Konferenz in Rom verabschieden sie das Römische Statut, das 2002 den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag ins Leben ruft. Dort sollen diejenigen angeklagt werden, die weltweit für die schlimmsten Verbrechen verantwortlich sind.

Aus der Sicht des Chefanklägers Luis Moreno-Ocampo erzählt der Film im Genre eines Justizthrillers wie der erste international legitimierte Strafgerichtshof in Den Haag gegen Kriegsverbrecher ermittelt. Darunter sind Fälle wie die Niederschlagung des arabischen Frühlings in Libyen, mögliche Kriegsverbrechen im Gazakrieg oder die Rekrutierung von Kindersoldaten im Kongo.

Die Schauspielerin Angelina Jolie und der ehemalige Chefankläger von Nürnberg, Ben Ferencz, unterstützen das Gericht und reisen für den ersten Fall gegen den kongolesischen Milizenführer Thomas Lubanga Dyilo nach Den Haag, um die Richter und damit die Weltgemeinschaft zu überzeugen, dass der Einsatz von Kindersoldaten ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.

Der ICC steht jedoch oft selbst im Zentrum von Kritik. Als sich Luis Moreno Ocampo innerhalb der Youtube Kampagne Kony 2012 für die Erfassung des gesuchten Warlords Joseph Kony ausspricht, sehen über 200 Millionen Menschen das kontrovers diskutierte Video. Doch wieweit darf das Team des Chefanklägers in seiner Öffentlichkeitskampagne gehen? Und kann ein internationales Gericht überhaupt funktionieren, wenn mächtige Staaten wie die USA, China und Russland es nicht anerkennen und dadurch nie angeklagt werden können?

Ein komplexer juristischer Ablauf bekommt im Laufe des Films ein Gesicht.

Quelle: Bukera Pictures (Presseheft, o.S.) [Print]

Herr K. meint ...

Pflichtprogramm für die politische Bildung in Schule und Erwachsenenbildung! Der Film porträtiert die Arbeit von Luis Moreno Ocampo, der von 2003 bis 2012 als erster Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag tätig war. Aktuelle Chefanklägerin ist Fatou Bensouda (Stand: April 2013).

Produktionsnotizen: Der Film ist eine Produktion von Filmperspektive (Produzent: Marcus Vetter) und C-Films (Produzent: Anne Walser) in Koproduktion mit SWR (Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri) und NDR (Redaktion: Barbara Biemann) und in Zusammenarbeit mit ARTE (Redaktion: Christian Cools). TV-Erstausstrahlung: 09.07.2013, 22.45 Uhr (ARD) (TV-Titel: Der Chefankläger - Am Internationalen Strafgerichtshof).

Filmzitate

Texteinblendungen zu Beginn des Films:

Im Juli 1998 beschließen 12 Staaten in Rom die Errichtung eines permanenten Internationalen Strafgerichtshofs, der bei den schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermitteln. soll. / Im Römischen Statut legen die Mitgliedsstaaten die Zuständigkeit dieses Weltgerichts fest. // Am 16. Juni 2003 wird der argentinische Rechtsanwalt Luis Moreno-Ocampo als erster Chefankläger des ICC vereidigt.

Texteinblendungen am Ende des Films:

Im November 2012 stellt Palästina einen Antrag, als Nicht-Mitgliedstaat mit Beobachterstatus in die Vereinten Nationen aufgenommen zu werden. Die Generalvollversammlung stimmt dem Antrag mit überdeutlicher Mehrheit zu. // Damit ist für Palästina der Weg frei, Klage beim ICC einzureichen. // Sir Adrian Fulford hat sein Mandat für den ICC beendet und ist jetzt Richter am Obersten Gericht von England und Wales. // Saif al Islam wartet in Libyen noch immer auf sein Gerichtsverfahren. // Angelina Jolie wirbt weiterhin international für den ICC und unterstützt damit Fatou Bensouda in ihrem Auftrag als neue Chefanklägerin. // Luis Moreno-Ocampo berät mittlerweile die Weltbank in einer Korruptionsaffäre in Bangladesch. / Er schreibt ein Buch über den ICC. // Gemeinsam mit Ben Ferenz [sic!] arbeitet er an der Idee, dass Krieg an sich ein Verbrechen an der Menschlichkeit ist.

Web-Tipps

Filme, die Sie auch interessieren könnten