Filmplakat

Paradies: Glaube (Bildnachweis: Neue Visionen)© Neue Visionen

Paradies: Glaube

Stab und Besetzung

Originaltitel: Paradies: Glaube. Internationaler Titel: Paradise: Faith. Festivals: 30.08.2012 (Filmfestspiele Venedig). Kinostart: 21.03.2013 (DE). Verleih: Neue Visionen Filmverleih (DE). Länge: 113 Min. (Presseheft) bzw. 113:42 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 16 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Ulrich Seidl. Drehbuch: Ulrich Seidl & Veronika Franz. Kamera: Wolfgang Thaler & Ed Lachman (Zusätzliche Kamera: Hans Selikovsky). Schnitt: Christof Schertenleib. Szenenbild: Andreas Donhauser & Renate Martin (Szenografie), Thomas Kratz & Martin Vögel (Außenrequisite), Anne Rasmussen, Simon Sramek & Laura Weiss (Innenrequisite). Kostümbild: Tanja Hausner. Maskenbild: Tanja Hausner. Musik: - Ton: Ekkehart Baumung (Ton), Matz Müller & Erik Mischijew (Tongestaltung, Out of Silence), Felix Bussmann & Hans Künzi (Mischmeister, Sound Design Studios).

Darsteller: Maria Hofstätter (Anna Maria), Nabil Saleh (Nabil) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], René Rupnik (Herr Rupnik), Natalija Baranova (Betrunkene Russin), Trude Masur, Dieter Masur (Ehepaar), Michaela Hurdes-Galli (Frau mit Katze), Martina Spitzer (Legio Herz Jesu) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Synopsis:

Anna Maria ist mit Leib und Seele Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich gern mal aus. Selbst mit ins Bett nimmt Anna Maria ihren Jesus. Ihren Urlaub verbringt sie damit, eine Wandermuttergottes-Statue von Haus zu Haus zu bringen, um Einwanderer und Sesshafte vom christlichen Paradies zu überzeugen. Und Österreich wieder katholisch zu machen. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt. Während Nabil Kruzifixe und Papst-Ikonen von den Wänden pflückt, besprüht Anna Maria ihren Mann mit Weihwasser. Im Auftrag höherer Autoritäten tauschen Anna Maria und Nabil statt körperlicher Liebe bald seelische und körperliche Gemeinheiten aus. Als die Gewalt eskaliert, wird ihr Glauben auf eine harte Probe gestellt. Denn Jesus kann Anna Marias verzweifelte Sehnsucht nach körperlicher Nähe nicht erfüllen.

Quelle: Neue Visionen Filmverleih (Presseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • 69. Internationale Filmfestspiele Venedig 2012: Spezialpreis der Jury

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 16 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama über eine Katholikin, die in ihrem Glauben immer fanatischer wird, sich dadurch der Realität entfremdet und in schwere Auseinandersetzungen mit ihrem nach langer Zeit zurückkehrenden Ehemann, einem Muslim, gerät. Die ruhige und betont nüchterne Inszenierung des Films erzeugt einen fast dokumentarischen Anschein, der die emotionale Distanzierung von der sich krankhaft entwickelnden Hauptfigur erleichtert. Dennoch birgt er zahlreiche potenziell irritierende Szenen, etwa von Selbstgeißelung und seelischer wie körperlicher Grausamkeit in der Ehe. Während jüngere Zuschauer durch diese Darstellungen verstört werden könnten, sind 16-Jährige in der Lage, sie als elementare Bestandteile eines Psychogramms der Protagonistin zu verstehen und in den thematischen Kontext einzuordnen. Aufgrund der Medienerfahrung dieser Altersgruppe und der Ferne ihrer Lebensrealität von der Welt des Films ist für sie keine desorientierende oder emotional überfordernde Wirkung zu befürchten.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 05.04.13]

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