Filmplakat

Schildkrötenwut (Bildnachweis: mec film)© mec film

Schildkrötenwut

Stab und Besetzung

Originaltitel: Schildkrötenwut. Internationaler Titel: The Turtle's Rage. Festivals: 22.04.2012 (Visions du Réel Nyon), 24.04.2012 (Achtung Berlin). Kinostart: 10.05.2012 (DE). Verleih: mec film (DE). Länge: 70 Min. (Presseheft). FSK: offen. FBW: -

Regie: Pary El-Qalqili. Drehbuch: Pary El-Qalqili & Silvia Wolkan. Kamera: Aline László. Schnitt: Ulrike Tortora. Musik: - Ton: Franziska von Malsen, Thomas Diesel & Ludwig Bestehorn (Originalton), Jörg Elsner (Tongestaltung), Florian Schneeweiß (Tonmischung). Mitwirkende: Musa El-Qalqili, Sibylle El-Qalqili, Pary El-Qalqili u.a.

Inhalt

Inhalt (Presseheft):

Als ich zwölf war, ging mein Vater nach Palästina zurück. Ohne uns. Wir blieben in Berlin. Sein Traum, sich ein Haus zu bauen und für die Freiheit Palästinas zu kämpfen, scheiterte: Er wurde von den Israelis ausgewiesen. Da stand er wieder vor unserer Tür. Müde Augen. Müde Knochen. Meine Mutter schaute ihn an, sagte nichts und ließ ihn rein.

Seitdem mein Vater aus Palästina zurück ist, sitzt er unten im Keller. Wie eine Schildkröte zurückgezogen in seinen Panzer. Meine Mutter wohnt oben. Sie streiten nicht mehr, sie gehen sich aus dem Weg. In unserem Haus herrscht Stille. Durchbrochen nur von den knarzenden Schritte meiner Mutter auf der Treppe. Dem Surren des Fernsehers im Keller. Und meinen Fragen an meinen Vater.

Schildkrötenwut erzählt die Geschichte eines Mannes mit vielen Rätseln, dessen Leben geprägt ist von Flucht und Vertreibung, dem Leben im Exil und der gescheiterten Rückkehr nach Palästina. Eine Biographie, die vom israelisch-palästinensischen Konflikt zerrissen ist. Und die Suche einer Tochter nach Antworten - Antworten, die er oft nicht geben kann.

Eine Reise von Vater und Tochter durch Ägypten, Palästina und Jordanien. Streit am Flughafen. Singen mit den Taxifahrern. Einsame Nächte in Hotels. Verhandlungen an verlassenen Tankstellen. Bier trinken in der Naqab-Wüste. Eine Geschichte mit vielen Zwischentönen, die ein Denken in Opfer und Täter, Gut und Böse, Schwarz und Weiß unmöglich macht.

Quelle: mec film (Presseheft)

Herr K. meint ...

Erster abendfüllender Dokumentarfilm von Regisseurin Pary El-Qalqili.

Produktionsnotizen: Der Film ist eine Produktion von Kaissar Film in Koproduktion mit BR und ARTE und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München. Dramaturgische Beratung: Irit Neidhardt (mec film). TV-Erstausstrahlung: bereits am 11.09.2012, 00.30 Uhr (ARTE).

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