Filmplakat

Policeman (Bildnachweis: GMfilms)© GMfilms

DVD-Cover (2013)

Policeman (Bildnachweis: good!movies)© good!movies

Policeman

Stab und Besetzung

Originaltitel: Hashoter. Internationaler Titel: Policeman. Festivals: 09.07.2011 (Jerusalem Film Festival), 06.08.2011 (Festival del film Locarno). Kinostart: 25.10.2012 (DE). Verleih: GMfilms (DE). Länge: 105 Min. (Presseheft), 108:18 Min. (FSK, 25 fps) bzw. 112:14 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 16 Jahren (DVD-Freigabekarte). FBW: -

Regie: Nadav Lapid. Drehbuch: Nadav Lapid (Co-Writer: Haim Lapid). Kamera: Shai Goldman. Schnitt: Era Lapid. Szenenbild: Avi Fahima (Production Designer). Kostümbild: Amit Berlowitz. Maskenbild: Nirit Hirschman (Key Make Up Artist), Yossi Tayar (Hair Dresser). Musik: - Ton: Aviv Aldema (Sound Design), Michael Goorvich (Sound Mixer), Yisrael David & Aviv Aldema (Re-Recording Mix). Spezialeffekte: Bashir Abu Rabia (Special Effects). Visuelle Effekte: Dani Cohen (Visual Effects).

Darsteller: Yiftach Klein [Yaron], Yaara Pelzig [Shira], Michael Mushonov, Menashe Noy, Gal Hoyberger, Michael Aloni, Rona-Lee Shimon, Meital Berdah, Shaul Mizrahi, Ben Adam, Moris Cohen, Betzalel Mizrahi, Danny Nemichenizer, Tracy Abramovici, Miri Fabian, Ady Jakubovitz, Jenny-Joy Kreindl, Lior Raz, Roy Chicky Arad, Ariel Bronze, Yael Birenbeuom, Noa Eyal, David Dector, Roni Yacobovitz, Itamar Malul, Orly Narkiss, Noam Boker, Shlomo Hayun, Moisi Shmuel [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

"Policeman" erzählt von einem Geheimpolizisten, der mit seinen Kollegen den Auftrag erhält, die jugendlichen Kidnapper einer Milliardärsfamilie zu eliminieren. Kein Actionfilm, sondern ein genau gearbeitetes Psychodrama, das tiefe Einblicke in die Verwerfungen der israelischen Gesellschaft erlaubt.

Quelle: GMfilms (Presseheft) [PDF]

Inhalt (Presseheft):

Ein ganzer Mann ist das, Yaron, dieser Polizeimann, der mit seinen Kollegen, die schon längst seine eingeschworenen Freunde sind, den Berg hinaufstrampelt zu einem Aussichtspunkt, wo sie dann ihre Namen rufen und das Echo genießen. Er ist ein Polizeikämpfer, wie er sagt, einer in grüner Uniform und dem nicht seltenen Auftrag zu töten. Am liebsten Araber, denn die machen nur Ärger und um sie ist es sowieso nicht schade. Darauf ist er stolz, auf dieses Können, diesen Auftrag, stolz auf seine Waffe, seinen Körper, seine Frau, die kurz vor der Geburt eines Kindes steht. Stolz auch darauf, den Kollegenkumpel, der an Krebs erkrankt scheint, zur Therapie begleiten zu können, ein Kollege, der die Verantwortung für Tötungen übernimmt, wegen derer eine Anklage vorliegt, aber einen kranken Mann wird man nicht verfolgen.

Schnitt, es beginnt eine ganz andere Geschichte, mit einem Blick in die Sonne. Eine Gruppe junger Leute beschießt einen Baum, später diskutieren sie über die Notwendigkeit, diese verkommene Gesellschaft mit ihren extremen Gegensätzen zwischen reich und arm mit Gewalt anzugreifen. Und gegebenenfalls auch durch Gewalt zu sterben. Sie haben einen Messias, die jungen Leute, einer, den "alle lieben", wie es heißt, der intellektuelle Anführer, der jedoch das Reden einer jungen Frau überläßt. Sie planen etwas Großes, und sie sind gewillt, dafür zu sterben. Eine Hochzeit in Jerusalem, die Superreichen unter sich. Und plötzlich gehen die beiden Geschichten zusammen, die jungen Leute kidnappen den Ehemann in spe, dessen Vater und Mutter, die Gattin geht freiwillig mit. Gezielt wird jemand erschossen, und gezielt sollen nun die Polizeikämpfer die Kidnapper eliminieren. Denn Stützen der israelischen Gesellschaft sind in ihrer Gewalt. Wo Gewalt herrscht, kann nur Gewalt weiterführen.

Quelle: GMfilms (Presseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • Jerusalem Film Festival 2011: Van Leer Group Foundation Award for Best First/Second Feature Film (Nadav Lapid), Van Leer Group Foundation Award for Cinematography in a Full-Length Film (Shai Goldman) & Gottlieb Award for Best Screenplay in a Full-Length Feature (Nadav Lapid)
  • 64. Festival del film Locarno 2011: ...

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 16 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Das Politdrama erzählt in zwei Erzählsträngen von unversöhnlichen Gegenpolen im heutigen Israel: einem gesetzestreuen, machohaften Polizisten einer Antiterror-Einheit und einer linksradikalen Aktivistin, die einer terroristischen Gruppe angehört. Bei einer Geiselnahme dieser Gruppe treffen die beiden aufeinander. Der Film ist von einem ruhigen, klaren und dokumentarisch anmutenden Stil geprägt und besitzt eine dichte, teils beklemmende Atmosphäre, wobei er beim Zuschauer einiges Wissen über die politischen Hintergründe voraussetzt. Einige Szenen sind von Bedrohung und Gewalt geprägt, jedoch nie spekulativ inszeniert. Zuschauer ab 16 Jahren sind auf der Basis ihrer Lebens- und Medienerfahrung bereits in der Lage, die gesellschaftlichen Zusammenhänge der Handlung zu verstehen und sowohl die Gewaltdarstellungen als auch die komplexen Charaktere in diesen Kontext einzuordnen. Da sich ihnen immer wieder auch Momente der Distanzierung eröffnen, stellt der Film für sie zwar eine Herausforderung dar, überfordert sie jedoch nicht.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 25.10.12]