Filmplakat

Das System (Bildnachweis: Filmlichter)© Filmlichter

DVD-Cover (2012)

Das System (Bildnachweis: Lighthouse HE)© Lighthouse HE

Das System - Alles verstehen heißt alles verzeihen

Stab und Besetzung

Originaltitel: Das System. Festivals: 20.01.2011 (Max Ophüls Preis), 04.11.2011 (Filmfestival Cottbus). Kinostart: 12.01.2012 (DE). Verleih: Filmlichter (DE). Länge: 91:53 Min. (FSK) bzw. 92 Min. (Presseheft). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Marc Bauder. Drehbuch: Dörte Franke & Khyana El Bitar. Kamera: Daniela Knapp. Schnitt: Gergana Voigt. Szenenbild: Petra Albert (Szenenbild). Kostümbild: Andrea Schein. Maskenbild: Jana Schulze (Maske). Musik: Paul Lemp. Ton: Marc Meusinger (Tongestaltung), Lars Ginzel (Tonmischung).

Darsteller: Jacob Matschenz (Mike Hiller), Bernhard Schütz (Konrad Böhm), Jenny Schily (Elke Hiller), Heinz Hoenig (Herbert Tieschky), Florian Renner (Dustin), Jürgen Holtz (Zschernigk), Franziska Wulf (Janine) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Mike Hiller (...) ist gerade zwanzig geworden und lebt in den Tag hinein. Zwischen den alten Plattenbauten Rostocks, wo er mit seinem besten Kumpel Dustin (...) in einer WG wohnt, schlägt er die Zeit als Kleinkrimineller tot, macht Geschäfte, raucht Joints und träumt mit Dustin von besseren Zeiten.

Dann spricht ihn Böhm (...) an, ein alter Freund seines verstorbenen Vaters. Er provoziert ihn und verführt ihn zur Zusammenarbeit. Böhm ist Lobbyist, dreht mit am ganz großen Rad. Eine Erdgas-Pipeline soll von Ost nach West gebaut werden, mitten durch Mecklenburg-Vorpommern. Böhm öffnet Mike das Tor zu einer neuen Welt, in der Macht und Geld regieren. Plötzlich trägt Mike Anzug und Krawatte, lernt, wie man hart verhandelt, die richtigen Freundschaften schließt, und entdeckt, wie es wirklich zugeht in der Welt der Manager. Er lernt,wie man eine Pistole benutzt, und erkennt allmählich, dass die alten Netzwerke der Zeit vor 1989 im Verborgenen weiterhin aktiv sind. Mehr und mehr gerät er in den Bann des charismatischen Böhm, der für ihn zunehmend zu einer Art Ersatzvater wird und ihn mit vorgeblicher Zuneigung manipuliert.

Trotzdem bleiben viele offene Fragen und Geheimnisse. Wie stand Böhm eigentlich damals wirklich zu Mikes Vater, bevor dieser starb. Und was hatte er für ein Verhältnis zu Mikes Mutter Elke (...)? Mike spürt, dass es da noch mehr Antworten gibt, und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Aber das mögen Böhm und seine Freunde von früher gar nicht. Die alten Seilschaften sind weiterhin fest geknüpft. Das System lässt keinen los - und alles hat seinen Preis. Mike muss sich entscheiden. Er will alles verstehen. Aber kann er auch alles verzeihen?

Quelle: Filmlichter (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 21. Filmfestival Cottbus 2011: Förderpreis der DEFA-Stiftung

Herr K. meint ...

Produktionsnotizen: Der Film ist eine Produktion der Frisbeefilm in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel und in Zusammenarbeit mit Bauderfilm & The Post Republic Halle.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Das Drama erzählt vom zwanzigjährigen Mike, der in einer Rostocker Plattenbausiedlung lebt und durch seine kleinkriminellen Umtriebe einen undurchsichtigen Geschäftsmann kennenlernt. Dieser nimmt ihn unter seine Fittiche, stellt sich jedoch bald als mächtiger wie skrupelloser ehemaliger Stasimann heraus und scheint überdies in Mikes Familiengeschichte verstrickt zu sein. Die Themen von Macht, deren Missbrauch und jugendlicher Identitätssuche behandelt der Film komplex und für jüngere Zuschauer nicht leicht verständlich. Besonders die Irritationen der Hauptfigur und ihre Verführung zu Verbrechen durch eine scheinbar väterliche Figur könnten Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. 12-Jährige sind aber bereits fähig, diese Aspekte nachzuvollziehen und auch belastende Szenen in den Kontext eines ungewöhnlichen Agentenfilms einzuordnen, der sich mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzt. Auch Elemente wie der beiläufige Alkohol- und Zigarettenkonsum sind für sie als Teil des geschilderten Milieus aufzufassen. Aus diesen Gründen besteht für diese Altersgruppe nicht die Gefahr einer Desorientierung.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 07.06.12]