Filmplakat

Die Frau die singt (Bildnachweis: Arsenal)© Arsenal

DVD-Cover

Die Frau die singt (Bildnachweis: good!movies)© good!movies

Die Frau die singt

Stab und Besetzung

Originaltitel: Incendies. Festivals: 13.09.2010 (Toronto International Film Festival), 21.01.2011 (Sundance Film Festival) . Kinostart: 23.06.2011 (DE). Verleih: Arsenal Filmverleih (DE). Länge: 130:54 Min. (FSK) bzw. 133 Min. (Presseheft). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Denis Villeneuve. Drehbuch: Denis Villeneuve (avec la collaboration de Valérie Beaugrand-Champagne), nach dem Stück "Incendies" von Wajdi Mouawad. Kamera: André Turpin. Schnitt: Monique Dartonne. Szenenbild: André-Line Beauparlant (Conceptrice visuelle), Diane Gauthier (Chef décoratrice). Kostümbild: Sophie Lefebvre. Maskenbild: Kathryn Casault (Chef maquilleuse), André Duval (Chef coiffeur). Musik: Grégoire Hetzel. Ton: Jean Umansky (Ingénieur son), Sylvain Bellemare (Supervision et montage sonore), Jean-Pierre Laforce (Mixage (Paris)). Spezialeffekte: Jacques Langlois (Chef d'effets spéciaux). Visuelle Effekte: Sébastien Moreau (Superviseur aux effets visuels, Rodeo FX) u.a.

Darsteller: Lubna Azabal (Nawal Marwan), Mélissa Désormeaux-Poulin (Jeanne Marwan), Maxim Gaudette (Simon Marwan), Rémy Girard (Notaire Jean Lebel), Abdelghafour Elaaziz (Abou Tarek), Allen Altman (Notaire Maddad), Mohamed Majd (Chamseddine), Nabil Sawalha (Fahim), Baya Belal (Maïka) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Inhalt (Presseheft):

Als der Notar Lebel (...) den Zwillingen Jeanne (...) und Simon Marwan (...) den letzten Willen ihrer Mutter Nawal (...) eröffnet, sind die beiden bass erstaunt, zwei Umschläge überreicht zu bekommen - einen Brief für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und einen für ihren Bruder, von dessen Existenz sie überhaupt nichts wussten.

Jeanne glaubt, dass in diesem rätselhaften Erbe der Schlüssel zu Nawals Schweigen liegt, in dem sie die letzten fünf Jahre ihres Lebens verbrachte. Sie ist sofort bereit, in den Nahen Osten zu reisen, um die unbekannte Vergangenheit ihrer Mutter zu erkunden.

Simon berührt der postume Wille seiner Mutter, die immer kühl und distanziert zu ihm war, nicht. Aber er liebt seine Schwester und begleitet sie in das Land ihrer Vorfahren, auf der Suche nach der Frau Nawal, die so gar nicht ihrer Mutter ähnelt.

Mit Hilfe des Notars kommen die Zwillinge der Geschichte der Frau, die sie auf die Welt brachte, auf die Spur und entdecken ihr tragisches, unwiderruflich von Krieg und Hass gezeichnetes Schicksal - und den Mut einer außergewöhnlichen Frau.

Quelle: Arsenal Filmverleih (Presseheft) [PDF]

Herr K. meint ...

Der kanadische Film basiert auf einem Theaterstück - und ist doch voll visueller Kraft. Seine Spannung bezieht er auch durch die alternierende Montage von Vergangenheit (Leben der Mutter im Nahen Osten) und Gegenwart (Recherche der Kinder nach ihrem Tod) und der daraus resultierenden unterschiedlichen Wissensverteilung zwischen Zuschauer und Filmfiguren.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Tragödie über zwei Geschwister, einen jungen Mann und eine Frau, die nach dem Tod der Mutter erfahren, dass sie einen Bruder haben und dass ihr totgeglaubter Vater noch lebt. Gemeinsam reisen sie aus Kanada in die Heimat der Mutter, den Nahen Osten, um die Vergangenheit ihrer Familie zu ergründen. Besonders während der Rückblicke, die während des Libanon-Bürgerkrieges in den 70er Jahren spielen, stellt der Film für Zwölfjährige eine emotionale Herausforderung dar. Gezeigt werden Misshandlungen und Morde an Mitgliedern der verfeindeten Glaubensrichtungen. Dennoch stellen die Geschehnisse für Jugendilche [sic!] ab 12 Jahren keine Überforderung dar, da sie schlüssig in eine moralische Geschichte eingebunden sind, die eine klare Position gegen Gewalt bezieht. Zudem thematisiert der Film gewaltsame Konflikte, mit denen ab 12-jährige durch die alltäglichen Nachrichtenmedien vertraut sind und sie daher entsprechend einordnen und reflektieren können. Zu einer emotionalen Entlastung tragen neben dem hoffnungsvollen Ende vor allem die beiden positiven Protagonisten bei, die für ein Ende der Gewalt plädieren und mit denen sich ab Zwölfjährige durchaus identifizieren können.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 12.01.13]