Filmplakat

Waffenstillstand (Bildnachweis: 3L)© 3L

DVD-Cover

Waffenstillstand (Bildnachweis: 3L)© 3L

Waffenstillstand

Stab und Besetzung

Originaltitel: Waffenstillstand. Internationaler Titel: Ceasefire / Cessez-le-feu. Kinostart: 30.08.2009 (Festival des films du monde Montréal), 18.03.2010 (DE, ausgewählte Kinos), 01.04.2010 (DE). Verleih: 3L Film (DE). Länge: 95 Min. (Presseheft) bzw. 102 Min. (FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: wertvoll (Begründung).

Regie: Lancelot von Naso. Drehbuch: Lancelot von Naso, Kai Uwe Hasenheit & Collin McMahon. Kamera: Felix Cramer. Schnitt: Vincent Assmann, Kilian von Keyserlingk & Lancelot von Naso. Szenenbild: Annette Lofy. Kostümbild: Tina Keimel-Sorge. Maskenbild: Kerstin Gaecklein & Heiko Schmidt. Musik: Oliver Thiede & Jonas Bühler. Ton: Martin Frühmorgen & Immo Trümpelmann (Ton), Holger Lehmann (Mischung). Spezialeffekte: Claudius Rauch (SFX Supervisor).

Darsteller: Matthias Habich (Alain), Thekla Reuten (Kim), Hannes Jaenicke (Ralf), Husam Chadat (Husam), Max von Pufendorf (Oliver) u.a. [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende]

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Irak, April 2004: Während eines 24-stündigen Waffenstillstands zwischen den irakischen Aufständischen und den amerikanischen Truppen wollen Kim (Thekla Reuten), logistische Leiterin einer Hilfsorganisation, und der Arzt Alain Laroche (Matthias Habich) ins Kriegsgebiet, um dringend benötigte medizinische Hilfsgüter nach Falludscha zu bringen. Gegen den Rat seines erfahreneren Kameramanns Ralf (Hannes Jaenicke), zögert der junge Fernsehjournalist Oliver (Max von Pufendorf) in der Hoffnung auf einen journalistischen Coup keine Sekunde, den Transport zu begleiten: In der beklemmenden Enge des Kleintransporters begibt sich diese Zweckgemeinschaft unterschiedlicher Idealisten, die Gefahr eines Angriffs stets vor Augen, auf die Fahrt von Bagdad nach Falludscha. Vier Stunden bleiben, um es zurück bis nach Bagdad zu schaffen.

Quelle: 3L Film (Presseheft)

Klappentext (DVD-Cover):

Irak, 2004. Für 24 Stunden ruhen in der Rebellenhochburg Falludscha die Waffen. Für den deutschen TV-Journalisten Oliver (...) und Kameramann Ralf (...) die einmalige Chance auf eine Exklusiv-Story: Von Bagdad aus begleiten sie Kim (...), die Logistikerin einer Hilfsorganisation, und den Arzt Alain (...) bei einem Medikamententransport in die belagerte Stadt. Beim Durchqueren der vom krieg zerstörten Landschaft, als fahrende Zielscheibe zwischen den Fronten, entsteht in der bedrohlichen Enge des Kleintransporters eine Zweckgemeinschaft sehr unterschiedlicher Idealisten. Sie wollen andere Leben retten und müssen plötzlich um ihr eigenes Leben kämpfen ...

Quelle: 3L Homevideo (EAN: 4049834003418)

Auszeichnungen

  • Festival des films du monde Montreal 2009: Preis der Ökumenischen Jury
  • Zurich Film Festival 2009: Publikumspreis
  • Internationale Hofer Filmtage 2009: Förderpreis Deutscher Film
  • 31. Bayerischer Filmpreis (15.01.2010): Preis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrecht an Filmwerken (VGF)
  • Prix Europa 2010: Best TV Fiction Programme of the Year

Preis der Ökumenischen Jury in Montreal (Begründung):

Mit "Waffenstillstand" würdigt die Jury einen Film, der sich mit menschlichem Leid im Krieg auseinandersetzt. Geschickt versetzt der Regisseur den Zuschauer direkt in die Situation des Protagonisten. "Waffenstillstand" ist ein zeitgemäßer Film, der die äußere physische Reise mit der inneren Verwandlung der Figuren verknüpft. Er fordert das Publikum auf, seine Sicht auf die Folgen des Krieges zu überprüfen und der Verantwortung gegenüber menschlichem Leid gerecht zu werden.

VGF-Nachwuchsproduzentenpreis (Begründung):

'Waffenstillstand' ist ein besonderer Film, weil er weit über übliche Betroffenheitsreflexe hinausgeht und den Blick weitet auf die verschiedensten Aspekte des Irak-Krieges, der Kriegsberichterstattung und vor allem: den katastrophalen Alltag und die zivilen Verwundungen, die der Krieg einer Gesellschaft zugefügt hat, auch wenn gerade nicht geschossen wird. So faszinierend nah an der Wirklichkeit, dass man meint, einen Dokumentarfilm zu sehen, steht hinter 'Waffenstillstand' aber eine geniale Komposition: In einem Kleinbus bringt eine zusammengespannte Gruppe Medikamente, Blutkonserven und medizinische Hilfe in die belagerte und völlig abgeschnittene Stadt Falludscha: ein in seinen humanitären Einsätzen zynisch gewordener Arzt, eine naiv-idealistische Krankenschwester, ein eitler Jung-Reporter, der die Chance seines Lebens wittert, und ein abgeklärter, krisengebietserprobter Kameramann. So erlebt man diesen Krieg aus europäischer Sicht mit starken Einblicken in die Situation und Reaktion der irakischen Zivilbevölkerung, die sich deutlich von der offiziellen amerikanischen Lesart unterscheidet. Gedreht in Marokko entstand ein packendes Drama, Politthriller, Roadmovie und psychologisches Kammerspiel in einem.

Quelle: Bayerische Staatskanzlei, Pressemitteilung, 15.01.2010

Prix Europa - Best TV Fiction Programme of the Year (Begründung):

Diese fesselnde Geschichte erzählt von Menschen, die ihr Leben an einem der gefährlichsten Orte der Welt riskieren. In einer heiklen Phase der jüngsten Geschichte bricht eine ungleiche Gruppe von Abenteurern und Idealisten zu einer Reise voller Risiken und persönlicher Grenzerfahrungen auf. Dieser Film beeindruckt vor allem durch seine Direktheit und seine atemberaubend realistische Machart.

Herr K. meint ...

Danke! Endlich mal kein Debütfilm über die Probleme des Erwachsenwerdens in der Provinz oder die Studienzeit in Berlin! Leider floppte die engagierte "No-Budget-Produktion" (Lancelot von Naso beim 1. Kirchlichen Filmfestival in Recklinghausen) an der Kinokasse.

Filmzitate

Texteinblendungen zu Beginn des Films:

3 Wochen nach dem Fall Bagdads im April 2003 kommt es in der Stadt Falludscha zu einer Schießerei zwischen amerikanischen Soldaten und einheimischen Demonstranten. / 15 Zivilisten werden getötet, unter ihnen Frauen und Kinder. In den folgenden Monaten entwickelt sich Falludscha zur Hochburg des sunnitischen Widerstands. / Am 31. März 2004 werden auf der Durchfahrt vier amerikanische Söldner erschossen und an einer Brücke über dem Euphrat aufgehängt. Die Bilder der verkohlten Leichen gehen um die Welt. / Am 4. April startet das amerikanische Militär die Operation "Wachsame Entschlossenheit" mit dem Ziel, die Täter zu fassen und die Stadt zu "befrieden".

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