Filmplakat

Salami Aleikum (Bildnachweis: Zorro)© Zorro

DVD-Cover

Salami Aleikum (Bildnachweis: good!movies)© good!movies

Salami Aleikum

Stab und Besetzung

Originaltitel: Salami Aleikum. Kinostart: 23.07.2009 (DE). Verleih: Zorro Film (DE). Länge: 102 Min. (Presseheft) bzw. 106 Min. (FSK). FSK: ohne Altersbeschränkung (Freigabekarte). FBW: wertvoll (Begründung).

Regie: Ali Samadi Ahadi. Drehbuch: Arne Nolting & Ali Samadi Ahadi. Kamera: Bernhard Jasper. Schnitt: Dirk Grau. Szenenbild: Christiane Rothe (Szenenbild), Steffen Geitner (Filmarchitekt). Kostümbild: Barbara Schramm. Maskenbild: Simone Schlimm & Iris Müther (Maske). Musik: Ali N. Askin. Ton: Peter Schmidt (Tonmeister), Sebastian Morsch (Sounddesign), Jörg Höhne (Mischtonmeister). Visuelle Effekte: Johannes Hezer & Frank Sennholz (VFX Supervisor, Soulpix), Ali Soozandeh (Titel- und Schafanimation, Cartoonamoon).

Darsteller: Navid Akhavan (Mohsen), Anna Böger (Ana), Michael Niavarani (Vater Taheri), Wolfgang Stumph (Vater Bergheim), Proschat Madani (Mutter Taheri), Eva-Maria Radoy (Mutter Bergheim) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Caroline Schreiber (Sprecherin / Lamm) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Mohsen Taheri (...) hat es nicht leicht. Der schmächtige Deutsch-Iraner ist bereits Ende 20 und lebt immer noch bei seinen Eltern. Obwohl er kein Blut sehen kann, arbeitet er in der Kölner Familienmetzgerei. Sein Vater (...) hält ihn für einen Versager, gibt ihm jedoch nie eine Chance, das Gegenteil zu beweisen. Mohsen hat für sich zwei Wege gefunden, damit fertig zu werden. Entweder rettet er sich in Tagträumereien oder - wenn es ganz dick kommt - strickt er, um zu entspannen. Mohsen strickt viel.

Beim Versuch die elterliche Metzgerei zu retten, havariert er mit seinem Kleinlaster ausgerechnet in der tiefsten ostdeutschen Provinz: in einem verstaubten kleinen Dorf, dessen Bewohner alles Neue und Fremde nach 1989 misstrauisch beäugen. Ausländer werden dort gar nicht gern gesehen. Doch das ist Mohsen egal. Denn er findet seine Traumfrau: Ana, die Automechanikerin, groß, stark und blond.

Aber dann verstrickt sich Mohsen in die größte Lüge seines Lebens: Um der Vegetarierin Ana zu gefallen, gibt er sich als Textilhändler aus. Und schon wittert ganz Oberniederwalde den fetten Coup, allen voran Anas Vater (...): Der reiche Sohn soll den stillgelegten VEB "Textile Freuden" kaufen und zu neuem Aufschwung verhelfen! Aus einer kleinen Notlüge entsteht bald eine gewaltige, bunte Blase voller Hoffnung, Zuversicht und Irrtümer. Das alles würde Mohsen vielleicht noch irgendwie deichseln können, doch eines Tages steht der väterliche Mercedes vor der Tür ...

Quelle: Zorro Film (Presseheft)

Auszeichnungen

  • Preis der deutschen Filmkritik (15.02.2010): Bestes Spielfilmdebüt

Herr K. meint ...

Das phantasievolle Spielfilmdebüt des deutsch-iranischen Regisseurs Ali Samadi Ahadi ("Lost Children") ist eine Dreamer Joint Venture Produktion (Produzent: Oliver Stoltz, Producer: Jan Krüger) in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel und ORF.

Filmzitate

Erzählerin (Lämmchen): Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Wollen ist nicht gleich Können, aber es ist die Hälfte der Strecke. Da ist wohl etwas Wahres dran. Eine ordentliche Portion Fantasie und Mut zählen wohl genauso zu den Zutaten eines guten Märchens wie ein großes Herz. Und daran mangelt es den Helden unserer Geschichte ganz und gar nicht. Denn eines haben sie im Laufe der Zeit wohl alle gelernt: Eine verlorengegangene Heimat kannst du nur dann wiedergewinnen, wenn du sie dir neu erschaffst. Eine Heimat, in der du dich als Teil des Ganzen fühlst. In der du sein kannst, wie du bist. Und in der du dich mit all deinen Schwächen und Stärken einbringen darfst. Wenn du das geschafft hast, ja, dann bist du wirklich zuhause angekommen. [...] Vielleicht denken Sie jetzt, dass das alles nur ein Märchen ist. Aber ich war dabei. Und für den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lege ich jederzeit meine Keule ins Feuer.