DVD-Cover

Der Exorzismus von Emily Rose (Bildnachweis: Sony Pictures HE)© Sony Pictures HE

Der Exorzismus von Emily Rose

Stab und Besetzung

Originaltitel: The Exorciscm of Emily Rose. Kinostart: 09.09.2005 (US), 24.11.2005 (DE), 25.11.2005 (UK). Verleih: Sony Pictures Releasing (DE). Länge: 119 Min. (FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Scott Derrickson. Drehbuch: Paul Harris Boardman & Scott Derrickson. Kamera: Tom Stern. Schnitt: Jeff Betancourt. Szenenbild: David Brisbin (Production Designer). Kostümbild: Tish Monaghan. Maskenbild: Keith VanderLaan (Make-up & Visual Effects). Musik: Christopher Young.

Darsteller: Laura Linney (Erin Bruner), Tom Wilkinson (Father Moore), Campbell Scott (Ethan Thomas), Jennifer Carpenter (Emily Rose), Colm Feore (Karl Gunderson), Joshua Close (Jason), Kenneth Welsh (Dr. Mueller), Duncan Frazer (Dr. Cartwright), JR Bourne (Ray), Mary Beth Hurt (Judge Brewster), Henry Czerny (Dr. Briggs), Shoreh Aghdashloo (Dr. Adani) u.a. Synchronsprecher: Martina Duncker (Erin Bruner), Peter Fricke (Father Moore), Frank Röth (Ethan Thomas), Anke Kortemeier (Emily Rose) u.a.

Inhalt

Klappentext (DVD-Cover):

In einem außergewöhnlichen Entschluss erkennt die katholische Kirche die satanische Besessenheit der 19-jährigen Studentin Emily Rose (...) offiziell an. Pfarrer Moore (...) führt die umstrittene Teufelsaustreibung durch. Ein Unterfangen mit tödlichem Ausgang. Der Geistliche wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Seine Anwältin Erin Bruner (...), mit ihrem eigenen Leben nicht zufrieden und von Einsamkeit geplagt, übernimmt die Verteidigung des Priesters. Ein Prozess beginnt, der zur Hetzjagd auf alle Beteiligten wird ...

Herr K. meint ...

"This film is based on a true story." So lautet eine Texttafel am Anfang des Films. Damit gemeint ist die Geschichte der katholischen Studentin Anneliese Michel (1952-1976), die nach zahlreichen Exorzismen an Unterernährung starb. Im sog. "Aschaffenburger Exorzistenprozess" wurden die beiden beteiligten katholischen Geistlichen (Salvatorianer-Pater Arnold Renz und Pfarrer Ernst Alt) und die Eltern des Opfers wegen fährlässiger Tötung angeklagt und verurteilt. In den Credits der Titelsequenz wird die US-amerikanische Kulturanthropologin Felicitas D. Goodman, die ein Buch über Anneliese Michel geschrieben hat (siehe Literaturhinweise), ausdrücklich als Beraterin ("Consultant") genannt. Ihr Alter Ego im Film ist Dr. Adani, die als Gutachterin der Verteidigung ihre "wissenschaftliche" Erklärung von Besessenheit vorträgt.

P.S.: Die deutsche "Special Edition"-DVD wirbt mit dem Zusatz "Ungekürzte Fassung". Sie ist erst ab 16 Jahren freigegeben. Einen vergleichenden Bericht zu den Unterschieden zwischen der Kino- und der DVD-Fassung finden Sie bei Schnittberichte.com.

P.P.S.: Auch Hans-Christian Schmids Film "Requiem" (2006) ist von Anneliese Michel und dem "Fall Klingenberg" inspiriert.

Filmzitate

Texttafeln am Ende des Films:

As Emily predicted, her story has affected many people: Emily's gravesite has become an unofficial holy shrine which continues to draw visitors from all over the world. // After the trial, Father Moore went into seclusion, refusing to appeal his guilty conviction, and stating, "This is a matter for God: Wordly courts cannot pass any judgement on it." // Erin Bruner shared her case files with an expert in medical research and anthropology whose further research and published work about the life and death of Emily Rose inspired this film.

Literaturhinweise

  • Goodman, Felicitas D. (1980). Anneliese Michel und ihre Dämonen. Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht. Stein am Rhein: Christiana-Verlag. [DNB]
  • Niemann, Ulrich (2006). Das Böse und die Psychiatrie. Zur Diskussion über Besessenheit und Exorzismus. Herder Korrespondenz, 60, H. 3/2006, 119-123.

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